Beratung am KSBK
Am KSBK arbeitet ein multi-professionelles Team daran, Schüler*innen ganzheitlich so zu beraten, dass sie gestärkt eigene Wege finden und gehen können.
Beratung erfolgt nach dem OFA-Prinzip: Orientierung – Förderung – Anschluss (vgl. Beratungs-konzept):
Beispiele für Angebote aus dem Bereich Orientierung:
- Tag der offenen Tür
- Berufskollegtag
- Beratung von Lehrkräften und Schülerinnen und Schüler von Zubringerschulen
Beispiele für Förderung
Beratung im Bereich der Förderung beginnt am KSBK mit Prävention. Das Beratungsteam bietet Fortbildungen für Schüler*innen an, um z.B. Mobbing vorzubeugen.
In individuellen Entwicklungsgesprächen sind Schüler*innen regelmäßig mit ihrer jeweiligen Klassenleitung im Gespräch, um vertraulich und verlässlich, individuelle Kompetenzgespräche zu führen oder persönliche Fragen zu besprechen. Entwicklungsgespräche sind fest im Stundenplan verankert.
Beispiele für Anschluss
Spezialisierte Kolleg*innen führen Studien- und Berufsorientierung durch. Unverzichtbar sind unsere Kollegin und unser Kollege der Schulsozialarbeit, die gut intern und mit externen Partnern vernetzt sind. Sie können Schüler*innen mit ihren Netzwerken unterstützen und in sozialen Fragen zur Seite stehen.
Orientierung
Förderung
Anschluss
Studien- und Berufsorientierung am Beispiel des Beruflichen Gymnasiums:
Für die Schüler*innen der Stufe 12 bieten wir im Laufe des Schuljahres mehrere Möglichkeiten, sich über ihren weiteren Lebensweg nach dem Abitur zu informieren, um sich rechtzeitig zu Beginn der Stufe 13 bewerben zu können.
Als feste und bewährte Veranstaltungen bieten wir den Schüler*innen der Stufe 12 Folgendes an:
Ausbildungsoffensive: Azubis aus regionalen Unternehmen stellen den Schüler*innen am KSBK ihre jeweiligen Ausbildungsberufe vor. Dies geschieht im Rahmen einer professionell moderierten Podiumsdiskussion und im Austausch mit den Schüler*innen des KSBK. Bei einer anschließenden Mini-Börse haben die Schüler*innen die Gelegenheit das direkte Gespräch mich den Azubis und ihren Ausbildern zu suchen.
Hochschultage: Mit den Schüler*innen der Stufe 12 besuchen wir jedes Jahr für einen Tag die Dortmunder Hochschultage. Ein wichtiger Baustein, um sich über die Dortmunder Hochschulen im Allgemeinen, den einzelnen Studiengängen, aber auch über Unterstützungsmöglichkeiten (wie z. B. dem BAföG) zu informieren. Dieser Tag kann bei einer guten Vorbereitung – begleitet durch die Klassenlehrkräfte und Materialien der StuBo – eine wertvolle Orientierung für die Zukunft geben.
vocatium: Gegen Ende des Schuljahres besuchen die Schüler*innen der Stufe 12 die Fachmesse vocatium für Ausbildung und Studium in den Dortmunder Westfalenhallen. Das Besondere dabei ist die intensive Vorbereitung auf den Messebesuch. In einer Auftaktveranstaltung einige Monate vor dem Messetermin wird das Konzept vorgestellt und die Schüler*innen werden auf erfolgreiche Gespräche vorbereitet. Die Schüler*innen erhalten ein Messehandbuch mit Informationen zu den Ausstellenden und es können im Anschluss Messegespräche mit bis zu 4 Ausstellern vereinbart werden. Am Tag des Messebesuchs erhalten alle Schüler*innen einen individuellen Terminplan für terminierte Gespräche mit der Personalabteilung der jeweiligen Betriebe.
Praktikum: Ein wichtiger Baustein in den letzten Tagen des Schuljahres der Stufe 12 ist das Praktikum über ca. 2 Wochen. Hier können die Schüler*innen wichtige Erfahrungen sammeln und in mögliche Betriebe oder Berufsfelder schnuppern.
Diese festen Veranstaltungen im Jahreskalender sind ergänzt durch individuelle begleitende Beratungsangebote für alle Schüler*innen des Beruflichen Gymnasiums:
NRW-Talentscouting: Kontinuierliche Förderung und individuelle Begleitung von Schüler*innen des Beruflichen Gymnasiums über mehrere Jahre von der Schule bis zur Universität. Dabei finden regelmäßige Gespräche mit dem Scout in der Schule statt. Die Scouts machen den Talenten Mut, entwickeln gemeinsam mit ihnen Visionen für die berufliche Zukunft, zeigen Wege auf, schaffen hilfreiche Netzwerke und eröffnen Zugänge zu existierenden Förderinstrumenten des Bildungssystems. Sie helfen Hürden ab- und Brücken zu Kooperationsbetrieben und Hochschulen aufzubauen. Die Beratung ist ergebnisoffen. Ob für die Talente ein klassisches Hochschulstudium, ein duales Studium oder eine Berufsausbildung das Richtige ist, entscheiden die Jugendlichen selbst.
StuBo-Beauftragte im beruflichen Gymnasium: Die StuBo-Beauftragte bietet eine persönliche Beratung zur Unterstützung bei der Beruflichen Orientierung sowie bei der Praktikumsfindung an. Die Schwerpunkte sind dabei: Stärken- und Schwächen-Analyse als Hilfestellung im Orientierungsprozess; Informationen zu aktuellen Angeboten zur Studien- und Berufsorientierung; Netzwerk zu externen Kooperationspartnern. Dabei steht die einzelne Schülerin oder der einzelne Schüler mit den individuellen Fragen im Fokus. Zusätzlich betreibt die StuBo-Beauftragte ein Informationsportal mit aktuellen und relevanten Informationen. Des Weiteren gibt es das Teilnahme an der Ausbildungsoffensive als alternatives Format der Berufsorientierung von Auszubildenden von heute für die zukünftigen Auszubildenden von morgen.
Berufsberatung durch einen Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit: Dieser/Diese bietet regelmäßig Beratungstermine am KSBIK an. Auch eine Unterstützung bei Bewerbungsschreiben sowie ein Bewerber*innentraining werden angeboten und regelmäßig durchgeführt.
Schulsozialarbeit: Bei Schwierigkeiten im schulischen oder privaten Bereich unterstützt und hilft die Schulsozialarbeit. Im Bereich der Studien- und Berufsorientierung erfolgt die Unterstützung im engen Austausch mit der StuBo-Beauftragten und der Berufsberatung.
Schnupperunterricht
Für viele Schüler*innen der Jahrgangsstufe 10, die voraussichtlich einen Mittleren Schulabschluss mit Q-Vermerk erreichen werden und sich überlegen, danach das Abitur zu machen, steht die Überlegung an, ob sie dieses an einer Allgemeinbildenden Schule (Gymnasium bzw. Gesamtschule) oder an einem Berufskolleg machen. Auch an einem Berufskolleg kann man das Abitur machen und dieses hat den gleichen Stellenwert wie das Abitur an Allgemeinbildenden Schulen.
Ein Vorteil für die Schüler*innen, die sich für die Fortsetzung ihrer schulischen Laufbahn an einem Berufskolleg entscheiden, ist aber, dass sie nicht in ein „bestehendes System“ kommen, in dem sich die Lernenden alle kennen und in dem man bei den Lehrkräften als „Neue“ bzw. „Neuer“ gilt, sondern dass wir Lehrkräfte uns bewusst sind, dass die Lernenden der Stufe 11 alle aus unterschiedlichen Schulen und mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu uns kommen und wir es als unsere Aufgabe sehen, den neuen Schüler*innen dabei zu helfen, sich in der neuen Schule einzufinden und in einer offenen und gemeinschaftlichen Atmosphäre den Weg zum Abitur zu bestreiten.
Im Rahmen der Beratung der Schüler*innen der Zubringerschulen lädt das KSBK regelmäßig im Januar Schüler*innen der Informatikkurse der Robert-Koch-Realschule und der Marie-Reinders-Realschule der Stadt Dortmund ein.
Dafür bereiten die Schüler*innen des Differenzierungskurses EDV am KSBK selbständig Stationen vor, an denen die Realschüler*innen vielfältige Aufgaben lösen, kleine Projekte, Programmierung oder praktische Anwendungen im Bereich von Informatik, EDV, Video- und Bildbearbeitung, usw. durchführen können. Die Schüler*innen des KSBKs betreuen ihre Stationen und unterstützen die Realschüler*innen. Dabei entsteht regelmäßig ein wertvoller Austausch zwischen den Schüler*innen.
Inklusion – gemeinsam leben, gemeinsam lernen
Das Karl-Schiller-Berufskolleg lebt den Inklusionsgedanken durch facettenreiche Maßnahmen im Vollzeit- und Teilzeitbereich.
Ein wichtiger Bestandteil ist das multiprofessionelle Team (MPT). Dieses besteht aus drei Lehrkräften mit der Fachrichtung Sonderpädagogik, Lehrkräften aus dem Bildungsgang der Ausbildungsvorbereitung sowie zwei Schulsozialarbeiter*innen und einem Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit sowie einer Übergangslotsin. Um im Zuge der inklusiven Förderung bestmöglich agieren zu können, wurden zudem essentielle Rahmenbedingungen festgelegt. Dazu zählt das Klassenraumprinzip, Teamteaching in bestimmten Klassen/Fächern, etc.
Ein weiterer Aspekt ist die stetige Prozessdiagnostik während des gesamten Schuljahres. Daraus resultierend werden unter anderem die Entwicklungsanliegen der Schüler*innen passend zur fachlichen Thematik vernetzt (z.B. Selbstständigkeit). Bei Bedarf werden Nachteilsausgleiche verabschiedet, individuelle Lernkonzepte/Materialien/Lernformen sowie individuelle Einbindungen besprochen.
Die hier verschriftlichen beispielhaften Maßnahmen stellen sich in der alltäglichen Praxis als überaus komplex dar und sollen hier lediglich einen groben Überblick bieten.