Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage (SoR-SmC)
Gegen das Vergessen: Gedenkstättenfahrten und Zeit- bzw. Zweitzeug*innen-Gespräche
Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ sind uns das Erinnern an die Shoa und das Engagement gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Fremdenfeind-lichkeit, Rassismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit und Intoleranz ganz besondere Anliegen.
Seit vielen Jahren bieten wir für Schüler*innen des beruflichen Gymnasiums in der G13 eine Studienreise nach Auschwitz und Krakau an. Diese Fahrt findet gemeinsam mit Schüler*innen der HH/FOS und dem benachbarten Konrad-Klepping-BK statt. Für die Schüler*innen der G13 ist die Fahrt eingebettet in einen ganzjährigen Differenzierungskurs, welcher der intensiven Vor- und Nachbereitung dient. Neben wichtigen gruppendynamischen Prozessen werden thematisch v. a. Grundkenntnisse des Judentums und seiner Geschichte, Formen und Geschichte des Antisemitismus, die Geschichte der Konzentrationslager, einzelne Opferbiografien, Erscheinungsformen des aktuellen Rechtsextremismus (auch in Dortmund), u.v.m. behandelt.
In vielen weiteren Bildungsgängen werden, wenn möglich, Gedenkstättenfahrten angeboten, so z. B. nach Dachau/München oder Ysselsteyn/Vught/Nijmegen. Im Jahr 2025 konnte gemeinsam mit dem IBB Dortmund e. V. ein internationales Projekt mit unserer Partnerschule in den Niederlanden, dem Deltion College in Zwolle realisiert werden: Deutsche und niederländische Schülerinnen und Schüler folgten gemeinsam den Spuren der jüdischen Bevölkerung – aus dem Ruhrgebiet in die Niederlande (Amsterdam, Westerbork) bis hin zu den ehemaligen deutschen Vernichtungslagern im Osten Polens (Lublin-Majdanek und Sobibor).
Daneben finden zu jährlich wiederkehrenden Gedenktagen (z. B. 27. Januar, 8. Mai, Anne-Frank-Tag am 12. Juni, 9. November) besondere Veranstaltungen statt, so Zeit- bzw. Zweitzeug*innen-Gespräche, Antirassismus-Workshops oder Ausstellung über die Gedenkstättenfahrten.








Differenzierungskurs „Interkulturelle Kommunkation (DK IKK)“ in der HH
Im DK IKK setzen sich die Schüler*innen intensiv mit den Grundwerten Respekt, Vielfalt, Gleichheit und Freiheit auseinander, um sich auf die Herausforderungen und Chancen einer globalisierten Welt vorzubereiten.
Spezielle Vertretungsmodule
In jeder Schule kommt es vor, dass Unterricht vertreten werden muss. Für nicht planbaren Vertretungsunterricht hat ein SoR-Team Unterrichtsmodule entwickelt, die Schüler*innen dafür sensibilisiert, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und jeden Menschen ohne Ansehen der Person gleich zu achten und zu respektieren.
Jugend debattiert
Unsere Schule ist Projektschule im Schulnetz Jugend debattiert. Das Projekt ist schulformübergreifend und richtet sich an gesellschaftlich und politisch interessierte Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 bis 13. Am Berufskolleg gibt es nur die zweite Altersgruppe (Jahrgangsstufe 11 bis 13), aktuell wird an unserer Schule im Bildungsgang der Kaufleute für Büromanagement debattiert. Die Schüler*innen lernen während des Projekts den Aufbau und Ablauf einer Debatte kennen. Sie trainieren in praktischen Übungen, Argumente sachlich auszutauschen. Im Rahmen vollständiger Debatten können die Schüler*innen bei aktuellen und kontroversen (gesellschafts-)politischen Themen mitreden. Jugend debattiert unterstützt durch den Diskurs die demokratische Entwicklung von jungen Menschen. Das Projekt fördert zudem die sprachliche Bildung, die Persönlichkeitsentwicklung, die Meinungsbildung und Fähigkeit, dieselbe auszudrücken sowie die politische Bildung. Rund um die Debatte spielen selbstständiges Arbeiten, aber auch Teamarbeit eine wichtige Rolle. Jugend debattiert steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie von unterschiedlichen Partnern, wie z. B. der Hertie-Stiftung und Heinz Nixdorf Stiftung, gefördert.