Gestalter/in für visuelles Marketing – Wir stellen unseren Beruf vor

Hallo! Wir als Unterstufe des Ausbildungsgangs „Gestalter für visuelles Marketing” (GVM) wollen euch unsere Ausbildung und unseren Beruf vorstellen.

Als GVM ist es deine Aufgabe, Produkte, die in deinem Unternehmen verkauft werden, so zu  präsentieren, dass der Kunde sie unbedingt kaufen möchte. Du kannst also überall da eingesetzt werden, wo Produkte irgendwie ins Rampenlicht gestellt werden. Sei es bei IKEA, H&M, Peek und Clopppenburg oder im Gartencenter – deine Kreativität ist für diese Unternehmen unerlässlich.

Für die Ausbildung brauchst du mindestens einen Realschulabschluss und du musst dich selbst auf einen Ausbildungsplatz bewerben. Erst wenn du diesen hast, kannst du dich bei der Berufsschule anmelden. Außerdem solltest du auch ein paar persönliche Fähigkeiten mitbringen. Dazu gehören Kreativität, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfältigkeit, handwerkliches Geschick und Basiskenntnisse im Zeichnen, aber auch Teamfähigkeit.

Es handelt sich um eine dreijährige duale Ausbildung: Die Berufsschule besuchst du an zwei Tagen pro Woche, den Rest der Woche lernst du im Betrieb. Im ersten Jahr an der Berufsschule wirst du in den Fächern Herstellungs- und Präsentationsprozesse, Gestaltungsprozesse, Auftrags- und Arbeitsprozesse  Wirtschafts- und Betriebslehre und Fremdsprachliche Kommunikation (Englisch) unterrichtet. Hinzu kommen aber auch berufsübergreifende Fächer wie Deutsch/Kommunikation und Sport/Gesundheitsförderung. Der Schwerpunkt liegt in der Berufsschule auf den Grundlagen der Gestaltung wie Farblehre, Formen, Material und Gestaltungsgesetze, aber auch auf dem Erlernen verschiedener handwerklicher Tätigkeiten (z.B. Sägen, Schleifen, Bohren). Um noch mehr Praxisbezug herzustellen, haben wir im ersten Jahr einige Exkursionen unternommen. So sind wir gemeinsam bei  IKEA in Dortmund und bei H&M im Ruhrpark gewesen. Dort durften wir verschiedene Tische eindecken und bei H&M Schaufensterfiguren anhand eines Moodboards ankleiden. Natürlich lernst du auch im Betrieb weitere notwendige handwerkliche Fähigkeiten und sammelst viele praktische Erfahrungen nicht nur im Umgang mit Arbeitsmitteln, sondern auch mit den Kolleginnen und Kollegen  in der Abteilung.

Die genauen Aufgaben variieren je nach Betrieb. So geht es zum Beispiel in der Möbelbranche vor allem darum, Wohninterieure zu schaffen, in der Modebranche musst du beispielsweise an Schaufensterfiguren verschiedene Outfits präsentieren und im Eventbereich liegt der Schwerpunkt beim Auf- und Abbau. Damit verbunden sind dann Tätigkeiten wie Boden verlegen, Konstruktionsaufbauten oder Rakeln.

Aufgrund unserer Erfahrung können wir sagen, dass die Ausbildung zum GVM insgesamt abwechslungsreich ist und Spaß macht, aber auch herausfordernd ist. Besonders anspruchsvoll ist der Zeitdruck bei Projekten und das Arbeiten unter Vorgaben. Dafür bietet der Beruf aber auch Raum für eigene Ideen. Wir würden die Ausbildung all denen empfehlen, die gerne praktisch arbeiten und Interesse an Mode, Farben und Gestaltung haben.

Der Beruf bietet die Möglichkeit, diese Interessen und Fähigkeiten zum Beispiel bei großen Einzelhandelsunternehmen, Messen oder im Dekorationsbereich umzusetzen. Wir haben auf jeden Fall bisher eine sehr spannende, lehrreiche und abwechslungsreiche Zeit am KSBK und in unseren Betrieben hinter uns!