01Mär

  • Kategorie: alle Bildungsgänge

Benjamin, einer der Glücksmenschen aus dem gleichnamigen Projekt „Glückmensch-Glück kennt kein Handicap“, gemeinsam mit seiner Mama

Benjamin, einer der Glückmenschen aus dem gleichnamigen Projekt „Glücksmensch – Glück kennt kein Handicap

Kategorie:  alle Bildungsgänge
01Mär

Über ein Jahr lang sammelte eine AG des Karl-Schiller-Berufskollegs mehr als 330 private Glücksmomente von Menschen mit Handicap. Dazu nutzten Sie vor allem die sozialen Medien. Ihr Ziel? Sie möchten zeigen, wie glücklich man trotz, oder vielleicht gerade auch weil man eine Behinderung hat, sein kann. Denn zu häufig steht ihrer Meinung nach das Unglück dieser, unserer Mitmenschen im Vordergrund.

Sieben SchülerInnen haben es gemeinsam mit zwei Lehrkräften geschafft,  während der Pandemie nur über den digitalen Austausch ein Musikvideo zu produzieren. Bereits seit Februar 2020 baten sie Menschen mit einem Handicap darum, ihnen ihre privaten Glücksmomente in Form von Videos und Fotos zuzusenden. „Das ging dann recht schnell viral“, so Abdul Tekin, einer der Schüler des Projekts. Bis zum Herbst hatte das Team so viele Medieneinsendungen zusammen, dass mit dem Schnitt begonnen werden konnte. Zur musikalischen Begleitung fand man das passende Lied „Glücksmoment“ des Interpreten Thomas Cwik, der begeistert sofort seine Zusage gab und sogar an den Videomeetings des Teams teilnahm.

„Wir wollten ein Video, das beim Zusehen und -hören einfach nur gute Laune macht und zum Denken anregt“, ergänzt Katharina Röper, eine weitere Teilnehmerin des Projekts. Im Video zu sehen sind nun dutzende Glücksmomente aus dem Alltag von großen und kleinen Personen mit größeren oder kleineren Handicaps.

Am kommenden Mittwoch, dem 03.03., findet die Veröffentlichung des Videos statt. Dazu wurde eigens ein Youtube-Kanal mit dem Namen „Initiative Stärken“ angelegt. Er basiert auf der neu gegründeten Plattform „Stärken.net“, die sich zum Ziel zum gesetzt, über eigene Projekte, Events und Methoden zu berichten und zu bloggen, aus denen Menschen gestärkt hervorgehen. Ideengeber ist der Lehrer Alexander Böhle, der dies wie folgt begründet: „Glücksmensch“ ist inzwischen das dritte Projekt innerhalb von drei Jahren, mit dem wir versuchen, andere Menschen zu stärken. 2019 drehten wir ein Musikvideo auf der Kinderkrebsstation des Klinikums Dortmund und 2018 planten wir eine Veranstaltung in den Westfalenhallen. Mit den damaligen Einnahmen konnten wir einen Klassenraum für eine Schule in Ruanda finanzieren. Inzwischen wollen einige der SchülerInnen, aber auch Lehrkräfte die an unseren Projekten teilgenommen oder davon gehört haben, bei uns mitwirken. Es ist für uns daher eine logische Konsequenz, daraus die Initiative „Stärken.net“ zu gründen.“ Und abschließend gibt er noch bekannt, dass in den kommenden Jahren viele weitere Projekte in dieser Art stattfinden werden. Gute Aussichten in diesen Zeiten.